Immer häufiger versuchen Phisher mit E-Mails Personen zu finden, die sich von den Betrügern gegen entsprechende Bezahlung dazu einspannen lassen, Gelder auf ihr Konto überweisen zu lassen, um dieses dann - meist per Western Union - an Dritte im Ausland zu transferieren. Diese E-Mails lesen Sie oftmals wie folgt:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir sind ein amerikanisches Unternehmen und sind im Bereich
der Finanzdienstleistungen tätig. "xxxxxxxxxxx" agiert
international und in der letzten Zeit sind wir besonders
beim Expandieren . In diesem Zusammenhang entsteht bei uns
großer Bedarf im Personalbereich. Wir suchen dringend
zuverlässige Mitarbeiter.
Als Personalmanager der Gesellschaft "xxxxxxxxxxx" freue
ich mich ihnen die vakante Position eines regionalen
Finanzvertreters in unserer Firma anbieten. Unsere
Mitarbeiter, die in dieser Position tätig sind, haben
mit Banküberweisungen, Checks und Geldmitteltransfers
zu tun. Wir haben Kunden aus verschiedenen Ländern.
Darunter sind sowohl die Firmen, als auch die
Privatpersonen, die uns beauftragen.
Zu Ihren Aufgaben würde folgende Tätigkeiten
gehoren.
* Annahme der Banküberweisungen auf Bankkonto.
* Überweisungen der Geldmittel an unsere Partner in
die anderen Länder.
* Schreiben der Berichte an uns.
Dabei haben Sie die Gelegenheit von 300 bis 1000 EURO
tagtäglich nebenberuflich zu verdienen.
Sie können Ihren Arbeitstag möglichst flexibel
gestalten, um Ihrem Haupterwerb problemlos
nachzugehen.
Sie können so oft und so lange arbeiten wie Sie es
wollen und falls unsere Zusammenarbeit klappt. Im Laufe der
ganzen Tätigkeit entstehen für Sie keine
Ausgaben, d.h. Sie brauchen also kein Startkapital.
Wir stellen an den Bewerber folgende Anforderungen:
* Internet, E-Mail, Grundkenntnisse der
Hauptzahlungssysteme.
* Es wäre wunschenswert, wenn Sie Ihr Konto in einer
deutschen Bank mit Online Banking hätten.
* Für Ihre Arbeit brauchen Sie von 1 bis 3 Stunden
freie Zeit in der Woche.
Wenn Sie für unser Angebot Interesse haben und Sie
bereit sind, eine gut bezahlte aber auch
verantwortungsvolle Arbeit auszufuhren, so schreiben Sie
uns bitte an: xxxxxxxxxxx.
Dabei können Sie mehr Informationen über unsere
Gesellschaft und eine ausführliche Beschreibung der
von Ihnen gewählten Arbeitsstelle eines
Finanzvertreters erhalten.
Wir hoffen auf gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und
verbleiben
Mit freundlichen Grüssen
Personalmanager
Sollten Sie ein solches Angebot erhalten, sollten Sie die
Mail einfach nicht beachten - so verlockend das Angebot auch
erscheinen mag. Regelmäßig wird hier der
Straftatbestand der Geldwäsche erfüllt sein, ein
Vergehen nach § 261
StGB, welches nicht ohne strafrechtliche Konsequenzen
bleibt, zumal der "Geldbote" im Gegensatz zum
endgültigen Empfänger des Geldes leicht zu
ermitteln ist.
In den beiden bislang entschiedenen Fällen wurden die
Täter einmal wegen der Beihilfe zum Computerbetrug §§
263a, 27 StGB zu einer
Geldstrafe von 1200.- EUR, das andere mal wegen Geldwäsche zu einer
Freiheitsstrafe in Höhe von 1 Jahr und 6 Monaten zur
Bewährung verurteilt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der (empfehlenswerten) Webseite der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet.